Der Brandschutzschalter (hier Siemens 5SM6) erkennt serielle Störlichtbögen, wie sie z. B. durch beschädigte Leitungsisolation, gequetschte und geknickte Leitungen oder lose Kontakte entstehen können. 

 

Verpflichtend eingebaut werden muss der AFDD nun in einphasigen Wechselspannungssystemen mit einem Betriebsstrom nicht größer als 16A, also Endstromkreisen:

  • in Schlaf- und Aufenthaltsräumen von Heimen und Tageseinrichtungen für Kinder, behinderte oder alte Menschen, zum Beispiel Kindertagesstätten oder Seniorenheime
  • in Schlaf - und Aufenthaltsräumen von barrierefreien Wohnungen nach DIN 18040-2
  • in Räumen oder Orten mit einem Feuerrisiko durch verarbeitete oder gelagerte Materialien, zum Beispiel Schreinereien
  • in Räumen oder Orten mit brennbaren Baustoffen
  • in Räumen oder Orten mit Gefährdungen für unersetzbare Güter, zum Beispiel Museen.

 

Empfohlen wird die Installation des AFDD in Endstromkreisen:

  • Räume mit Schlafgelegenheiten
  • Räume oder Orte mit Feuer verbreitenden Strukturen, zum Beispiel Hochhäuser.

»Empfohlen« laut Norm bedeutet, dass die Elektrofachkraft vor Ort eine Gefährdungsbeurteilung bzw. Risikoanalyse durchführen muss, um anschließend beurteilen zu können, ob der Einsatz eines AFDD erforderlich ist oder nicht. Das betrifft übrigens neben den beiden oben erwähnten Anwendungen auch Endstromkreise mit hoher Anschlussleistung, die Verbraucher wie Waschmaschinen oder Trockner versorgen.